KARIKATURKUNST IN EUROPA
UND
IN DER TURKEI

 

Prof. Atila OZER

Universitaet Anadolu Forschungszentrum für Karikaturkunst

 

Es ist bekannt, dass die Zeichnungen an den Waenden der Höhle von Spanien als die erste Beispiele der Karikaturkunst vor Christus 8000-5000 gezeichnet worden waren (Topuz,1997).

 

 

 

 

 

          Die Höhlebilder, die vor Chiristus in den Jahren 8000-5000 im Altertum gezeichnet worden waren, sind im Osten von Spanien.

 

Die Zeichnungen wie Karikatur sind von den Forschern in Aegypten gefunden worden. Ein Relief von dem Aegyptenkönig  4. Amenofis war sehr schlecht gezeichnet worden. Man glaubte bis zur Periode, dass die Könige und ihre Verwandten im Aegyptenkunst die göttliche Schönheit hatten. Aus diesem Grund wurden die Könige immer sehr schön gezeichnet (Yoltas,1984).

 4. Amenofis

 

In der altgriechischen, römischen und chinesischen Kunst waren die Portraets wie Karikatur gezeichnet.

Das Wort von “Karikatur” stammt aus “caricare” im Italienischen. Forscher gehen im allgemeinen davon aus und behaupten, dass die Karikatur im 17. Jahrhundert in Italien hervorgebracht worden ist (Grünewald,1979).

 

Es ist ja bekannt, dass die Tageszeitungen und Zeitschriften durch Druckerei vermehrt worden sind. Erst nach der Erfindung der Druckerei ist die Karikatur als Kunst ausgewertet worden.

Die erste Humorzeitschrift mit Karikatur war “La         Caricature” aus Frankreich (1830). Naechste Zeitschriften waren:
            “Punch” (1841-2002) aus England,
            “Fliegende Blaetter” (1844) aus Deutschland,
            “Fischietto” (1847) aus Italien,
            “Figaro” (1857) aus Österreich.

Mehrere Karikaturisten aus Europa sind weltbekannt. Hier möchte ich Sie auf einige Namen aufmerksam machen:

aus Italien: Giuseppe SCALARINI (1873-1948), Osvaldo CAVANDOLI (1920- ) und Lucio TROJANO (1934- )
aus Frankreich: Jean EFFEL (1908-1982), Albert DUBOUT (1905-1976) und Roland TOPOR (1938-1997).
aus England: Thomas ROWLANDSON (1756-1827), Ralph STEADMAN (1936- )und  Ronald SEARLE (1920- ).
aus Deutschland: Georg GROSZ (1893-1959),  LORIOT-Vicco Von BULOW (1923- ) und Hans Georg RAUCH (1939-1995).
aus Spanien: Puig ROSADO (1931- ), Vasquez de SOLA (1935- ) und Martin MORALES (1946- ).
aus Österreich: FLORA, aus Polen: Eryk LIPINSKI, aus Rumanien: Constantin CIOSU, aus Belgien: FOLON, aus Kroatien: Ivan HARAMIJA, aus der Tschechien: Adolf BORN, aus Griechenland: Bas MITROPULOS unda us Bulgarien: Milko DIKOV u.s.w.

Heute entwickeln sich die Wissens und Kommunikationstechnologien rapid. In diesem Zusammenhang werden Karikaturen auch beim Computer als Kommunikationsmittel verwendet, die in den Zeitschriften, Tageszeitungen, Werbungen, auf den Plakaten, Postkarten und in den Galerien oft ausgestellt werden. So hat jeder Möglichkeit, Karikaturen und Entwicklungen in diesem Bereich durch Hochtechnologien zu folgen.

 

Geschichte der türkischen Karikatur

 

Die erste türkische Karikatur wurde im Jahre 1867 in der Tageszeitung  Ýstanbul  gedruckt. Und die erste türkische Humorzeitschrift hiess Terakki Eðlencesi (1870). Sie wurde von aus Byzantinien stammenden Teodor KASAP gedruckt.

Die erste Humorzeitschrift, die von einem Türken Caylak Mehmet Tevfik gedruckt wurde, hiess Caylak (1876). Und Ali Fuat Bey war der einziege Karikaturist von dieser Zeitschrift.

 

Die türkische Karikatur wurde langsam entwickelt. Zwischen 1878-1908 waren alle Humorzeitschriften wegen  Despotismus  verboten worden.  Erst im Jahre 1908 hatte die zweite Konstitutionelle Periode begonnen. In diesem Zeitraum hatten Karikaturisten wiederMöglichkeit etwas zu zeichnen und zu publizieren. In dieser Periode wurde viele Humorzeitschriften gedruckt.    Z.B: Davul, Dalkavuk, Cekirge, Falaka, Esek, Karagöz, Laklak, Kalem, Cem…           

 

CEM und  KALEM waren die wichtigsten Humorzeitschriften. Cemil CEM war der erste berühmteste und wichtigste Karikaturist der Türkei. Er hatte Jura studiert und war im türkischen Generalkonsulat in Paris taetig. So hatte er europaeische Kultur kennengelernt und in Paris über Sultan Abdülhamit und über seine Bekanntschaften zahlreiche Karikaturen gezeichnet.

 

Nach dem Osmanischenreich wurde im Jahre 1923 von Atatürk die türkische Republik gegründet. Atatürk hat viele Reformen realisiert. Er hatte die Absicht, mit Hilfe radikaler Reformen sein Land umzugestalten. Das lateinische Alphabet wird von diesen Reformen
als das Wichtigste angenommen (1928). Die Tageszeitungen und Zeitschriften wurden mit der türkischen Republik in den lateinischen Buchstaben gedruckt. Die Anzahl der Leser war sehr gering, da man im allgemeinen nur im arabicshen Alphabet lesen und schreiben konnte. Mit der Alphabet-Reform wurde das türkische Volk von heute auf morgen Analphabet. In diesem Zeitraum war eine Tageszeitung sehr bekannt, die Aksam hiess. Der damalige berühmte Karikaturist Cemal Nadir GÜLER zeichnete jeden Tag für diese Zeitung eine Karikatur, die sehr  von den Leser sehr beliebt waren.

 

Nach dem zweiten Weltkrieg stellen sich in der Türkei neue Karikaturisten heraus. Sie waren:

 

Turhan SELCUK (1922-  ), Ferruh DOGAN (1932-2000), Semih BALCIOGLU (1928- 2006),   Ali Ulvi ERSOY (1924-1998), Nehar TÜBLEK (1924-1995) u.s.w.

 

Sie werden heute als Generation der 50 er Jahren genannt. Sie hatten folgende Humorzeitschriften herausgegeben. (41 Bucuk, Dolmus, Tef und Tas).

 

INHALT

 

Das Thema vom Karikatur war vorher das Gesicht von den Menschen. Es wird als Portraet genannt. Z. B: Rembrand (1606-1669), Leonardo da Vinci (1452-1519).

 

Selbstportraet von Rembrandt, Portraets von Leonardo da Vinci.

 

Früher war die Karikatur wie ein  Teil der bildenden Kunst. Der karikaturist war nur mit den Materialen der bildenden Kunst beschaeftigt worden. Mit der Zeit wurde Karikatur eine Kunst. Spaeter wurde Karikatur noch bedeutungsvoller gezeichnet, um die Verbindungen zwischen den Ereignissen, Personen und Objekten zu erzaehlen.

 

Karikatur ist:“Humor mit dem Strich”. Karikatur ist: “Graphik-Humorkunst”. Karikatur ist: “Humorkunst auf dem Strich”.

 

Heutzutage hat Karikatur  vier Funktionen:

            -Informieren
            -amüsieren
            -Erziehung
            -kritisieren.

 

Eigentlich ist der Bereich der Karikatur sehr bereit. Die Grundmitteilung der Karikatur ist die Vermittlung der Komik, irrtümer und Wiedersprüche. Die Grundmitteilung der Karikatur war früher Wiedersprüche auf dem Gesicht des Menschen. Die Grundmittteilung war spaeter die sozialen Wiedersprüche, der Irrtum der Verhaeltnisse. Die Grundmitteilung der Karikatur führt und also vom persönlichen zum universalen Niveau.

 

Es gibt in der Karikatur die Übertreibung. Die übertreibende Erscheinung ist die Charakterisierung der Bedeutung. Diese Übertreibung  führt den Beobachter zum Laecheln, weil sie mit der  wahrheit nicht vertraegt.

 

Es ist wichtig, den Beobachter zu beruhigen. Jeden Tag lebt man die neuen Ereignisse und sie bedrohen die Menscheit. Sie führen die Menschen zum Pessimusmus. Diese Ereignisse kann man mit der  Karikatur erzaehlen. Sie sind nicht für Angst der Menschen, sondern für Ruhe.  Die sozialen Probleme werden mit den weichen freundlichen Karikaturen interpretiert. Die Karikaturist ist nicht nur ein Zeuge des Ereignisses, sondern er ist ein Künstler, der den Beobachter zum Nachdenken führt.

 

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde in der Karikatur zwei Themen gesehen.

A) die vergnügende Karikatur
B) die künstlerische Karikatur

 

In den  vergnügenden Karikaturen werden die komischen Situationen gezeichnet. Sie werden eher in den Tageszeitungen  und Zeitschriften gesehen.

In diesen Karikaturen werden soziale und politische Themen gezeichnet,
Sie sind kurzlebig,
Das Ziel dieser Karikaturen sind das breite Publikum,
Man  scheint die ”Wort-Bild” Verbindung in diesen Karikaturen und
Die Striche haben grosse Übertreibung.

 

Nach dem zweiten Weltkrieg tauchte ein Karikaturist aus Rumaenien auf, desen Name Saul STEINBERG (1914-1999) hiess.  Er hatte Architekt studiert und in USA gelebt. Er zeichnete sehr einfach und seine Themen waren abstrakt. Dieser Stil wurde dann auch von den einigen franzoesischen Karikaturisten geflogt, Sie waren: Mose, Andre Francois, Bosch, Chavall, Maurice Henry.

 

Mit diesem Verstaendnis ist Karikatur Kunst geworden. Künstlerische Karikatur, die die Franzosen desin humoristique nenen, ist auch in der Türkei sehr beliebt.

 

Also, wenn man die künstlerische Karikatur erklaeren soll,:


Die Zielgruppe ist nicht das ganze Publikum. Ihre Darstellung und ihr Symbol sind für die Elite.
Sie will nicht populaer sein
Das Lachen ist an der zweiten Stelle.

Sie sind nachdenkliche Karikaturen.
Ihre Themen sind oft nicht politisch.
Sie hat sehr wenig oder keine Übertreibung

Sie ist nicht offen / verstaendlich.
Sie ist landlebig und bestaendig
Die Strichen sind einfach. In dieser Karikatur wird oft düne Striche, Licht und Schatten verwendet.

 

Karikaturwettbewerb werden seit laengst von vielen Laendern sowie in Italien, Spanien, Bulgarien, Belgien, Frankreich, Deutschland, Polen, Holland und England für die Entwicklung der künstlerischen Karikatur organisiert. Es wird behauptet, dass die Karikaturkunst heute in Europa und in der Türkei an der besten Stelle ist.

 

Die Türkei hat die Absicht, an diesen Tagen an die Europaeischen Union teilzunehmen. Seit 19 Jahren wird in der Türkei einer von den groessten Wettbewerben der Welt geordnet. Er heisst Karikaturwettbewerb von Aydin Dogan. Das Thema dieses Jahres (2002)  war “Terror”. Ein Türke Mehmet Ates Gülcügil hat den ersten Preis (8000 USA Dolar) bekommen.

Wir sehen jetzt einige Beispile aus der Türkei. Die drei Karikaturisten, die die künstlerische Karikatur zeichnen sind sehr bekannt: Turhan SELCUK, Ferruh DOGAN, Semih BALCIOGLU. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quellenverzeichnis:

Grünewald, Dietrich. Karikatur im Unterricht. Beltz Verlag, Weinheim und Basel, 1979.

Topuz, Hýfzi. Baslangicindan bu gune Dünya Karikatürü. Inkilap Kitabevi, Ýstanbul 1997.

Yoltas, Niyazi. Karikatur Sanati, Varlik Dergisi, Ýstanbul, Haziran 1984.